Lärmende Nachbarn – Was tun?

Man wünscht sich immer eine harmonische und störungsfreie Nachbarschaft. Das ist um so schwieriger einzuschätzen, wenn man in eine neue Immobilie zieht. Die Nachbarschaft kennen zu lernen ist meist nicht so einfach. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich etwas Zeit nehmen und sich vielleicht sogar aktiv als neuer Nachbar vorstellen. So kommt man ins Gespräch und hört vielleicht schon, wie man es so im neuen Haus oder auf der Straße so geregelt hat mit dem Zusammenleben.

Wenn man nach dem Einzug oder nach einem Nachbarwechsel neue Lärmprobleme erlebt, ist der erste Weg immer das direkte Gespräch. Sind die Nachbarn vielleicht gar nicht auf die Idee gekommen, dass ihr Tun laut nach außen dringt, kann mit einem Gespräch schnell die Ursache behoben werden. Wenn es häufiger vorkommt, dass Lärmquellen bestehen, ist auch ein Ortstermin mit dem Vorstellen des Lärmproblems in der eigenen Wohnung noch eine Maßnahme. Oft können sich Lärmverursacher überhaupt nicht vorstellen, dass sie so gut in der Nachbarwohnung zu hören sind.

Wenn das alles nichts hilft, dann sollte der Lärmgeschädigte ein Lärmprotokoll anfertigen. Darin sollten der Tag die Uhrzeit und die Länge der Lärmbelästigung eingetragen sein. Dadurch wird das ganze objektiver werden. Auch sollte vermerkt werden, wie laut das Problem war. Das geht natürlich mit einem Dezibelmessgerät. Aber auch ein Hinweis „die eigene Musik musste lauter gestellt werden, der Fernseher musste lauter gestellt werden.“ kann als Anhaltspunkt dienen.

Für Mietparteien gilt, das Protokoll sollte dem Vermieter ausgehändigt werden. Dieser kann dann der Verursacher – Mietpartei mit geeigneten Maßnahmen begegnen.

Bei Eigentümern und Wohnhäusern sollte auch das Gespräch der erste Weg sein. Ist hier keine Einsicht, ist die Verständigung der Polizei und des Ordnungsamtes das letzte Mittel zur Beseitigung. Daher sollten alle Nachbarn, die sich gestört fühlen könnten, vom Verursacher in der Nachbarschaft, wenn er oder sie z.B. eine Feier plant in Kenntnis gesetzt werden. Das einfachste ist, die Nachbarn einzuladen mit zu feiern oder mit einem freundlichen Schreiben und dem kostenlosen Verteilen von Ohrstöpseln auf die kommende Feier hinzuweisen. Oft wird so einem unschönen Einsatz der Polizei vorgebeugt.

Und immer gilt, wer selber mal feiert und Rücksicht erhofft, sollte die Rücksicht auch gegenüber den anderen gewähren, so gelingt gute Nachbarschaft. Bei traditionellen Festen, die üblicher Weise in der Nachbarschaft stattfinden, kann man entweder auch mitfeiern oder einfach verreisen. So kann auch das einzelne Verhalten für die gesamte Atmosphäre vor Ort wegweisend sein. Auf gute Nachbarschaft.

| von: Astrid Schütze

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