Der Winter kommt – Salzfrei streuen

Wenn jetzt doch der Winter kommt ist es wichtig seine Streu- und Schneeräumpflicht im Auge zu behalten.
Allgemein hat sich durchgesetzt nicht mehr klassisches Streusalz zu verwenden. In vielen Städten und Gemeinden ist dies sogar ausdrücklich verboten. Ein Blick in die jeweilige Ortssatzung schafft hier Klarheit.  In Borgholzhausen steht dies z.B. in der Straßenreinigungssatzung unter §3. Einfach mal auf den Stadt- und Gemeindewebsites schauen.

Die Verwendung von Streusalz ist praktisch, da es den gefallenen Schnee auftaut, aber es ist leider auch sehr schädlich. Das Salz hat nicht nur auftauende Wirkung, sondern wirkt auch auf Tiere, Pflanzen, Baumaterialien und Autos. Und das nicht gerade positiv.

Schnee in Borgolzhausen

Das Streusalz kann die Pfoten von Vierbeinern so stark schädigen, daß sie sich schmerzhaft entzünden können. Pflanzen bekommt der Salzeinsatz ebenfalls nicht. Bei Autos kann die Körnung zur Rostentwicklung führen und bei empfindlichen Baustoffen wie Sandstein oder Marmor kann es ebenfalls zu chemischen Reaktionen und Schädigungen führen. Daher ist es besser ohne Salz zu arbeiten.

Die möglichen Alternativen sind zum Glück reichhaltig. Es sollten salzfreie und abstumpfende Streumittel genommen werden. Granulate oder Splitt sind hier gut. Wer der Umwelt auch hierbei etwas Gutes tun will, kann auf den blauen Umweltengel auf der Verpackung achten.

Und bei Splitt kann man sogar das Streugut wieder auffegen und für den nächsten Einsatz lagern, wenn der Schnee und das Glatteis vorbei sind. Auch Asche aus dem Grill oder Kaminofen funktioniert sehr gut. Hier kann es allerdings zu dreckigen Pfützen bei Tauwetter oder sogar im Haus kommen, wenn das Schuhwerk das Material unter den Sohlen hat.

Für Hausbesitzer oder Mietparteien die mit dem Dienst der Außenanlagen betraut sind, ist es wichtig darauf zu achten, daß nicht zu spät der Räumpflicht nachgekommen wird. An Schulwegen und auf viel genutzten Gehwegen danken es die Passanten. Die Schneemassen sollten nicht einfach nur als Rinne aufgetürmt werden. Schon gar nicht sollte man einen „Aus-und Eingang“ vergessen. Wer schlecht zu Fuß ist, kann kaum durch einen Schneehügel von einer Seite der Straße zur anderen gelangen.

Die Schneemengen sollten aber auch nicht einfach auf die Straße gekippt werden. Das kann ebenfalls zu Problemen führen. Am Besten auf dem eigenen Grund, dem Rasen oder am Rand der Einfahrt ein Schneedepot bilden.

Wer als Passant gewappnet sein will, der kann sich mit Schneeketten für die Schuhe versorgen und diese ggf. dann anschnallen wenn er oder sie draußen zu Fuß unterwegs ist. Winterreifen für Fahrräder sind mittlerweile ja auch auf dem Markt. Und für die Vierbeiner gibt’s sogar Winterstiefel. Also ist den Winterfreuden auch im Alltag keine Grenze gesetzt. Es sei den der Winter kommt doch nicht.

| von: Astrid Schütze

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