Tipps zu seniorengerechten Wohnen ohne Umbau

Wohnen mit Genuss wenn es etwas schwerer fällt

Die eigenen vier Wände, oft vor Jahrzehnten nach der Familiengründung gebaut, können mit zunehmendem Alter Aufgaben stellen an die man in jungen Jahren nicht gedacht hat.
Aber es muss nicht sofort ein Umzug in eine betreute Wohnanlage stattfinden, wenn das Bücken oder die Treppe schwierig werden.

Je nach Geldbeutel, kann man langsam vorbeugen und vorbauen sozusagen.
Zum Beispiel kann wenn eine neue Küche ansteht, der Backofen und Geschirrspüler schon mal höher geplant werden. Und die Gefriertruhe im Keller durch eine Kühl-Gefrierkombination eben dort ersetzt werden. Auch sind die Schränke durch tiefe Auszüge, Schubladen und Apothekerschränke optimierbar.

Treppe

Im Bad könnte bei einer Modernisierung eine tiefer Duscheinstieg und Griffe für den sicheren Halt angebracht werden. Ein höheres WC hilft hier auch schon ungemein. Und wer nicht in Sanitärkeramik investieren will kann relativ preiswert eine WC Sitzerhöhung wählen, die sogar Armlehnen als Aufstehhilfe besitzt. Ein Sanitätshaus ist hierfür der geeignete Partner.

Auch ist im Wohnbereich mit kleinen Maßnahmen schon eine Menge zu gewinnen. Der Lieblingssessel kann zum günstigen Kurs vom Tischler mit kleinen Sockeln unter den Beinen höher gemacht werden oder durch ein passendes nicht abstehendes Podest das die Sitzhöhe nach oben bringt weiter nutzbar bleiben.

Gute Beleuchtung, vielleicht mit Bewegungsmeldern, machen die gewohnten Wege im Raum zusätzlich sicher. Wenn die Steckdosen zu tief sind, kann man ganz günstig mit Verlängerungskabeln mit Mehrfachsteckdosen Höhe und Flexibilität gewinnen. Stolperfallen, wie hohe Teppichkanten oder Bodenbelagsübergänge mit ausgleichenden Materialien einfassen. Auch hier kann der Tischler behilflich sein. Mit Umstellung der gewohnten und liebgewonnenen Möbel kann häufig schon Platz geschaffen werden, den z.B. eine Gehhilfe auch zu Hause erfordert. 1,20 x 1,20 Meter ist wünschenswert. Bei dem Einsatz eines Rollstuhls sind 1,50 x 1,50 Meter notwendig.

Die Höhe des Bettes kann ebenfalls durch Sockel unter den Füssen gesteigert werden. Hier ist zu überlegen, ob nicht das Möbel auch Griffe erhalten kann. Aber da kann auch der Tischler helfen. Boxspringbetten haben diese Komforthöhe schon meist, daher auch ihre große Beliebtheit.

Ein besonderes Hindernis kann die Treppe im Haus werden. Die Verlegung des Schlafzimmers kann hier schon Wunder wirken. Oder falls das nicht möglich ist, können gute Beleuchtung, feste und haltbare Griffe und Handläufe und gute Kontraste am besten mit viel Licht zumindest die Ecken und Stolperfallen sichtbar machen.

Kreative Ideen schon ganz geschmeidig während anstehender Modernisierungen mit zu denken, um später das Leben in den eigenen vier Wände noch möglich zu machen ist auch eine gute Investition in die eigene Zukunft.

| von: Astrid Schütze

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